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Workation bei den Personalisten: Arbeiten mit Perspektive

von Jeannine Lade-Berns

Mit dem Laptop in einer Strandbar sitzen, ein kühles Getränk neben sich. Den Wellen zusehen - arbeiten mit Perspektive. Wann und wo man will. Hauptsache das Ergebnis stimmt. Kurzum: Arbeiten, wo andere Urlaub machen. "Workation" ist das nicht mehr ganz so neue, aber inzwischen gesellschaftsfähig gewordene Stichwort. Work und Vacation auf ideale Weise verbinden - das konnten bislang nur die Digital Nomads. Schon lange konnten sie online von überall aus agieren und sich überall dort wohlfühlen, wo sie niemanden an der Kaffeemaschine trafen. Doch seit der Coronakrise und der Umstellung nahezu aller Prozesse auf cloudbasierte Dienste ist dieses Privileg nicht mehr nur "Nerds" vorbehalten. Und wie sieht eine Workation bei den Personalisten aus? Warum ist es mehr als nur ein weiterer Benefit?

Der disruptive Exodus des Büroalltags

Sicher hat die Coronakrise die Digitalisierung auch bei den Personalisten noch schneller vorangetrieben als ohnehin geplant. Das Homeoffice wurde zu Beginn der Krise für einen Großteil deutscher Arbeitnehmender relativ abrupt zur Normalität. Und auch wenn die Personalisten eigentlich viel lieber in den direkten Austausch mit dem Team, den Kandidaten und Kunden gehen, so waren auch wir zumindest temporär gewissermaßen zwangsversetzt an den heimischen Küchentisch.

"Relativ schnell wurde jedem klar, dass sich da etwas grundsätzlich verändert. Dass da ein Ruck durch die Arbeitswelt geht und sich nachhaltige Veränderungen auf den Weg machen." Thomas Wiesmann, Geschäftsführer bei den Personalisten

Die Frage war, was vom mobilen Leben bleiben würde. Was die Krise überdauern würde. Das Arbeiten von unterwegs war ja keine gänzlich neue Erfindung. Durch Corona wurde es aber gesellschaftsfähig. Widerstand zwecklos. Gerade in der Personalvermittlung oder Arbeitnehmerüberlassung war es bis 2020 eher die Ausnahme, Gespräche zwischen Kandidaten und Kunden online zu führen und oft abhängig von der Vakanz oder der Branche. Ganz zu schweigen von komplett virtuell abgewickelten Besetzungsprojekten.

Doch das Businessleben musste auch im Escape-Modus fortgeführt werden. Das wurde schnell klar. Und so ist es inzwischen Gang und Gäbe, dass zumindest die ersten Gespräche für eine Vakanz online geführt werden. Das ist das "New Normal" in der Personalvermittlung. Darüber hinaus ist es zeiteffizient und umweltbewusst dazu. Und weil niemand noch Berührungsängste mit Online-Kommunikationstools hat, ist inzwschen der Arbeitsort von Recruitern und Personalberatern in den Hintergrund gerückt. Zeit also, nun auch in dieser Branche die Lederslipper und High-heels gegen Flip-Flops auszutauschen? Bei den Personalisten auf jeden Fall.

 

Workation bei den Personalisten: viel mehr als nur ein weiterer Benefit

Nun könnte man behaupten, die Personalisten wollen einfach nur ein wenig Employer Branding betreiben. Sich als attraktiver Arbeitgeber in der immer wieder teils kritisch betrachteten Branche der Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung präsentieren. Im aktuellen Arbeitnehmendenmarkt beginnt jedoch längst ein branchenübergreifendes Wettrüsten an Mitarbeitenden-Benefits. Der einst vielumworbene Obstkorb oder gratis Kaffee bringt keine Kandidat:innen mehr dazu, ihren Job zu wechseln oder zu bleiben. Schon gar nicht in Krisenzeiten. Der Schlüssel sind individuelle Anreize, die für Zufriedenheit sorgen. Denn nicht jeder Benefit passt auf die Lebenssituation oder die Vorlieben eines jeden Mitarbeitenden. Die Studie von Willis Towers Watson spricht eine deutliche Sprache:

"Bleibebereitschaft und Wohlbefinden lassen sich nur mit Benefits fördern, die zu den Bedürfnissen der Mitarbeiter passen." Tanja Löhrke, Head of Health & Benefits Germany/Austria bei Willis Towers Watson

Gerade bei so divers aufgestellten Teams wie den Personalisten eine große Aufgabe? Nicht wirklich. Denn die Geschäftsführung hat schon vor langer Zeit die Weichen in die richtige Richtung gestellt und beste Voraussetzungen für individuelle Benefits geschaffen. Beispielsweise profitiert die Personalisten Crew schon viele Jahre von konsequenter Vertrauensarbeitszeit. Und durch eine auch intern gelebte Corporate Social Responsibility wird privaten Lebenssituationen stets Rechnung getragen.

Die Personalisten - Ein Haufen Digitalnomaden?

Neu hinzugekommen sind nun Themen rund um die Work-Life-Balance im Homeoffice oder die Remote-Work an sich. Warum also am Küchentisch hocken und arbeiten, wenn es wunderbar auch von anderswo geht? Irgendwo mit Perspektive? Was vor fünf Jahren seitens der Mitarbeitenden nicht einmal als Frage formuliert wurde, wird nun bei den Personalisten umgesetzt. Unsere Recruiterin Miriam macht derzeit den Anfang. Sie hat den Aufenthalt in Las Palmas de Gran Canaria nach Ihrem Urlaub verlängert und steht dem Team nun remote zur Verfügung.

Von wo aus sie arbeitet, bemerken die Kolleginnen und Kollegen eigentlich nur, weil die Palmen in ihrem Hintergrund im Wind wehen und es sich ganz offensichtlich nicht um einen typischen Kommunikations-Tool-Deep-Fake-Hintergrund handelt. Professionalität misst sich nicht mehr am Ort der Arbeit, sondern an Qualität und Effizienz. Und die sind bei den Personalisten sowohl in den deutschen als auch im kanarischen Homeoffice gegeben.

Vielleicht wird das Reiseziel anderer Team-Member für eine Workation ganz anders ausfallen. Entsprechend den individuellen Maßgaben eines jeden für Wohlbefinden und Work-Life-Balance. Einzige Voraussetzung: Stabiles Internet. Eins steht jedenfalls fest: Miriam wird sicher nicht die letzte Kollegin sein, die im Rahmen einer Workation bei den Personalisten ihren Arbeitsplatz zeitweise in die besagte Strandbar verlegt. Mit kühlem Getränk in der Hand und Flip-Flops an den Füßen. Oder so ähnlich.

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