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Mitarbeiterempfehlungsprogramme: Die besten Tipps gibt's nur persönlich!

von Jeannine Lade-Berns

Die Suche nach geeigneten, neuen Mitarbeitern stellt Personalverantwortliche in der heutigen Zeit nicht selten vor große Herausforderungen. Die passive Personalsuche durch Schalten von Stellenanzeigen führt jedenfalls kaum mehr zum Erfolg. Fehlende Wechselbereitschaft in der Corona-Krise, schwindende Fachkräfte und hoher Wettbewerbsdruck erfordern neue Recruiting-Strategien. Aktivität seitens des Recruitings ist gefragt! In der Personalbeschaffung müssen Unternehmen vermehrt neue Wege gehen. Denn es gilt, offene Stellen zu besetzen. Als vielversprechende Variante stellen sich Mitarbeiterempfehlungsprogramme dar. Empfehlungsmarketing im Recruiting - die Personalisten mit Tipps zur neuen Mitarbeitersuche.

Empfehlungsmarketing - glaubwürdig und authentisch

Wir sind eine Empfehlungsgesellschaft geworden: Bevor wir etwas kaufen, studieren wir in Online-Portalen Bewertungen und prüfen die vergebene Sternchenzahl. Es werden Erfahrungsberichte analysiert und nicht zuletzt der Freundeskreis kontaktiert. Und der ist nicht selten das letzte Zünglein an der Waage!

Stellenanzeigen hingegen sind wie klassische Werbung. Sie stehen oftmals im Verdacht, unglaubwürdig zu sein. Alle möglichen Kanäle werden auf Bewertungen zum Unternehmen auf Herz und Nieren geprüft. Und auch hier gilt: Auf potenzielle Bewerber wirkt eine individuelle Empfehlung auf jeden Fall überzeugender als eine vom Unternehmen verfasste Stellenanzeige. Insbesondere auf Empfehlungen von Freunden und Bekannten vertrauen Kandidaten, denn sie sind authentisch.

Dementsprechend sorgen persönliche Empfehlungen für einen Vertrauensvorsprung und Interessenten reagieren einem Angebot gegenüber aufgeschlossener. Genau diesen Effekt nutzen Mitarbeiter-Empfehlungsprogramme, die darauf abzielen, aus zufriedenen Mitarbeitenden Markenfürsprecher zu machen. Doch wie am geschicktesten vorgehen, damit der Recruiting-Erfolg nicht lange auf sich warten lässt?

Mitarbeiterempfehlungsprogramme: neue Wege zu gutem Personal

Empfehlungsmarketing im Recruiting ist als Konzept „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ zu verstehen. Werben Mitarbeiter im Bekannten- oder Verwandtenkreis für eine Vakanz im Unternehmen, sichern sie sich die Chance auf eine Prämie. Doch wie sieht das im Detail aus?

  • Mitarbeiter werben Mitarbeiter im Bekannten- oder Verwandtenkreis für eine Vakanz im Unternehmen.
  • Der geworbene Kandidat durchläuft erfolgreich den Bewerbungsprozess und es kommt zur Einstellung.
  • Bei Vertragsunterzeichnung oder nach Abschluss der Probezeit erhält der Werbende eine zuvor festgelegte Prämie.

Die eigenen Angestellten werden durch Mitarbeiterempfehlungsprogramme zu einem Multiplikator der Recruiting-Strategie. Stellenausschreibungen können so eine enorme Reichweite erzielen. Kurzum: Das Recruiting wird dadurch um ein weiteres, probates Mittel zum Identifizieren qualifizierter Talente ergänzt.

Und nicht nur das. Denn Mitarbeiterempfehlungsprogramme bieten ganz automatisch gleich mehrere Vorteile. Für Arbeitgeber bedeutet dies: Einerseits unterstützen sie die üblichen Personalsuche-Mechanismen. Das Unternehmen gewinnt zusätzliche Bewerber. Andererseits wirkt sich die Weiterempfehlung positiv auf die Arbeitgebermarke sowie das gesamte Unternehmensimage aus. Mitarbeiter tragen die Marke und ihre Zufriedenheit nach außen. Empfehlungsprogamme sind also durchaus Bestandteil eines wirkungsvollen Employer Brandings. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass eine gewisse Zufriedenheit im Unternehmen herrscht. Vor Einführung eines solchen Programms ist eine Zufriedenheitsanalyse - beispielsweise durch eine Mitarbeiterbefragung - deshalb durchaus empfehlenswert.

Qualitäts-Check inklusive: Warum beide Seiten vom Empfehlungsmarketing profitieren

Doch haben Mitarbeiterempfehlungsprogramme auch noch weitere Vorteile? Um den Nutzen für das Recruiting auf den Punkt zu bringen: Bessere Qualität von Kandidaten bei geringerem Kosten- und Zeitaufwand. Klingt fantastisch? Ist es auch. Und zwar für beide Seiten. Denn wer würde schon seinem besten Freund ein miserables Unternehmen empfehlen? Andersherum: Wer würde schon seinem Unternehmen einen zweifelhaften Freund vorstellen? In jedem Fall gäbe es ein Gesicht zu verlieren. Und das wird doch tunlichst vermieden.

Passt ein Mitarbeiter gut in ein Unternehmen, ist es wahrscheinlich, dass sich auch von ihm geworbene Kandidaten gut und zügig in die Unternehmenskultur einfügen. Außerdem kennen Werbende die anstehenden Aufgaben und die einzelnen Abteilungen oft besser, als so mancher Personaler und wissen ganz genau, worauf es ankommt. Eine Empfehlung wird somit meist nur für fachlich passende Kandidaten ausgesprochen.

Empfehlungsmarketing - ein möglicher Zukunftstrend im Recruiting? Auf jeden Fall ist es sinnvoll, gezielte Mitarbeiterempfehlungsprogramme zu entwickeln, da auf diesem Weg der passive Arbeitsmarkt günstig und schnell angesprochen werden kann. Die Personalisten jedenfalls verfolgen diese Art des Empfehlungsmarketings schon lange und optimieren es gerade in der derzeitigen, herausfordernden Arbeitsmarktphase immer weiter.

Foto: Personalisten

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