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Karneval im Büro - Dos und Don'ts bei Firmenfeiern

von Jeannine Lade-Berns

Die jecken Tage stehen kurz bevor: Karneval im Büro! Für viele eine allzu nette Abwechslung im Büroalltag. Die Personalisten machen da keine Ausnahme, legendär sind die Feiern zur Altweiberfastnacht. Doch der Grat zwischen Spaß und Peinlichkeit kann bei ausgedehntem Alkoholgenuss nur allzu schmal werden. Mit den Personalisten-Tipps zu den Dos and Don'ts für Firmenfeiern heißt es jedoch: bestens vorbereitet in die 5. Jahreszeit durchstarten!

Karneval im Büro - Peinlichkeiten vermeiden

Ein bisschen Spaß muss sein, das stimmt. Doch peinlich sollte es nicht werden. Vor allem, wenn man noch nicht allzu lange im Unternehmen beschäftigt ist. Hat nicht jeder von uns mindestens eine lebhafte Erinnerung an einen Kollegen (nur der besseren Lesbarkeit wegen nutzen wir hier die männliche Form), der sich nach einigen ordentlichen Blicken zu tief ins Glas mal so richtig daneben benommen und im Nachgang für ausreichend Gesprächsstoff gesorgt hat? Sicher, er hatte die Lacher auf seiner Seite. Zumindest die der Kollegenschaft. Doch wie kommen derartige Exzesse in der Führungsetage an?

Übergriffe, sowohl verbal als auch körperlich, sind auch im privaten Umfeld ein No-Go. Doch wer sich auf einem Firmen-Event ein paar Drinks zu viel gönnt und sich daraufhin nicht mehr unter Kontrolle hat, geht ein enormes Risiko ein. Denn nicht nur die Reputation kann beschädigt werden. Ein Totalausfall kann sogar rechtliche Folgen haben. Denn wenn hierdurch dem Arbeitgeber nicht mehr zugemutet werden kann, das Arbeitsverhältnis fortzuführen, droht im schlimmsten Fall sogar die fristlose Kündigung. Durch körperliche Übergriffe, Beschimpfungen oder sexuelle Belästigung ist dieser Sachverhalt durchaus erfüllt.

Was tun, wenn's doch mal schiefgegangen ist?

Zugegeben, der Worst Case ist wirklich nicht empfehlenswert. Doch es gibt Graustufen, nicht alles ist schwarz oder weiß. So kann nach einem Glas zu viel beim Karneval im Büro durchaus einmal der ein oder andere Satz fallen, der Kollegen und Vorgesetzten aufstoßen mag.

"Für alle Situationen gilt: nicht sofort entschuldigen! Ein souveränes Lächeln ist immer besser, als peinliche Entschuldigungen!"

So Prof. Dr. Klaus Kocks, der ehemalige Konzernsprecher von VW, der heute neben verschiedenen Professuren Kommunikationsberater für Prominente ist, die sich nach einem PR-Desaster an ihn wenden. Wie ein reuiger Sünder den Kollegen gegenüber zu treten oder eine an den Haaren herbeigezogene Begründung für das eigene Fehlverhalten zu suchen, sind sicher nicht die Mittel der Wahl, sondern schüren nur erneut die Gerüchteküche. Bei Beteiligung der Vorgesetzten am peinlichen Vorfall empfiehlt sich jedoch tatsächlich eine Entschuldigung. Unter vier Augen und kurz und knapp. Und vor allem pünktlich. Denn eine Regel gilt unumstößlich und wird ungebrochen von Generation zu Generation weitergetragen: Wer Trinken kann, kann auch arbeiten!

Social Media: Fluch oder Segen?

Und ob man nette Kollegen hat, erfährt man spätestens beim ersten Social Media Check am Morgen danach. Lustige Bilder, oder das vernichtende Dokument des eigenen Fehlverhaltens? Auch hier gilt: Contenance bewahren. Auf keinen Fall diskreditierende Posts kommentieren und sich auf Diskussionen im Netz einlassen. Getreu dem Motto "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold". Denn mehr Interaktion sorgt für große Reichweite eines Beitrags - und das sollte in einem solchen Fall ja tunlichst vermieden werden.

Mit den wichtigsten Tipps im Gepäck geht es nun ab ins Karnevals-Getümmel. Die Personalisten wünschen viel Spaß für die jecken Tage!

Foto: Kelsey Chance, unsplash.com

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