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Digitalisierung bei den Personalisten

von Jeannine Lade-Berns

Spätestens durch die Corona-Krise hat die Arbeitswelt eine nie dagewesene Digitalisierung erfahren. Die Zeit während des Lockdowns Anfang des Jahres zwang mitunter zum rasanten Umdenken. Sie stellte darüber hinaus den Startschuss für nachhaltige Homeoffice-Konzepte in vielen Unternehmen dar. Und auch die Personalisten haben reagiert. Erste Ergebnisse der digitalen Transformation können sich sehen lassen!

Digitalisierung schafft reibungslose Abläufe

Die Personalisten waren ohnehin schon vor der Pandemie digital gut unterwegs: Sei es, dass erste Gespräche mit Kandidaten per Videokonferenz stattfanden oder dass hin und wieder Mitarbeitende von zuhause aus gearbeitet haben. "Bring your own device" war dann die Devise für den Zugriff auf die unternehmerischen Serverumgebung. Homeoffice war keine Standardlösung. Teamwork wird bei uns groß geschrieben und ein Team lebt eben von der persönlichen Interaktion. So zumindest die einhellige Meinung vor "Corona".

Doch eine insgesamt digitalere Denke, der allgemeine Aufbruch ins "Neuland" und die unklaren Perspektiven haben auch bei den Personalisten für ein massives, digitales Makeover gesorgt. Und das kam bei den Kollegen gut an! Reibungslose Abläufe, Büro und Homeoffice eng miteinander verzahnt: Kandidaten und Geschäftspartner erkennen inzwischen nicht mehr, wo der Personalist sich aufhält, mit dem man gerade telefoniert oder sich in einem Online-Meeting trifft.

Homeoffice - den Arbeitsplatz mit nach Hause nehmen

Ein professioneller, standortunabhängiger Außenauftritt lässt sich dabei leicht herstellen: Die Personalisten haben als Reaktion auf die Corona getriebene Digital-Transformation alle Desktop-Rechner ausrangiert und durch Notebooks ersetzt. Außerdem wurde eine serverbasierte Telefonie implementiert. Telefonanlage und Rechner sind von nun an miteinander vereint. Der Anrufer wird nicht umständlich vom Firmentelefon auf ein Handy umgeleitet. Darüber hinaus bietet die Präsenzanzeige immer Überblick darüber, welche Kollegen verfügbar sind, selbst wenn sie nicht im Büro sitzen. Die Personalisten-Notebooks sind nicht einfach nur Rechner, sondern universelle Kommunikationsgeräte.

Homeoffice, das non-plus-ultra?

Und nun? Homeoffice als Standard weiterführen? Die Institute IGES und Forsa haben im Dezember 2019 und April 2020 eine Studio im Auftrag der DAK-Gesundheit durchgeführt und die Arbeit im Homeoffice kritisch beleuchtet. Das Ergebnis überrascht trotz der vielen Vorteile, die die heimische Arbeit bietet, nicht:

So sehen drei Viertel der Befragten kritisch, dass im Homeoffice wenig direkter Kontakt zu den Kollegen besteht. Viele vermissen außerdem die Möglichkeit, sich kurzfristig besprechen zu können (48 Prozent) oder ihnen fehlt der Zugang zu Akten oder sonstigen Arbeitsunterlagen (41 Prozent).

Für die Personalisten gilt, die positiven Aspekte des Homeoffice für die Zukunft zu nutzen, ohne die negativen zu übergehen. Denn nach wie vor funktioniert das Team am besten, wenn es "Berührungspunkte" hat.

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