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Corona-Management: Personalisten setzen auf offene Kommunikation

von Jeannine Lade-Berns

Innerhalb nur weniger Tage im März 2020 hat das Coronavirus die gesamte Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Große Unsicherheit machte sich überall breit. Denn niemand wusste so genau, wie es mit dem eigenen Job weitergehen wird. Um in dieser herausfordernden Lage größtmögliche Transparenz zu schaffen, haben die Personalisten auf ein Corona-Management der offenen und ehrlichen Kommunikation gesetzt. Wir sagen, ob das der richtige Weg war und warum der Blick nach vorn jetzt entscheidend ist.

Schnell und unkompliziert reagieren

Hat sich nicht jeder im März gefragt, wie es wohl weitergehen wird? Damals noch völlig unvorstellbar, kurze Zeit später Daily Business: Homeoffice, Home-Schooling sowie Home-Kinderbetreuung. Idealer Weise alles gleichzeitig und zuhause. Vielleicht Kurzarbeit. Keine besonders attraktiven Umstände. Besonders in dieser Zeit haben die Personalisten geschätzt, dass die Geschäftsleitung schnell und unkompliziert reagiert hat. Wohl überlegt und ganz ohne Drama wurden die Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Ein ungewöhnliches Arbeiten für das gesamte Team. Lebt doch die im Unternehmen praktizierte agile Arbeitsweise unter anderem vom persönlichen Austausch vor dem Kanban-Board.

Aber was macht ein gutes Corona-Management außerdem aus? Wenn Privatleben und Arbeitswelt plötzlich nicht mehr klar differenziert werden können, weder räumlich noch zeitlich, dann ist Vertrauen und Flexibilität vor allem seitens der Geschäftsführung gefragt. Die Personalisten haben von dem ohnehin bereits zuvor praktizierten Vertrauensarbeitszeit-Modell und der gelebten Flexibilität profitiert. Darüber hinaus wurden mehrmals in der Woche Team-Meetings online abgehalten. Mit den entsprechenden Tools waren die Mitarbeitenden ohnehin vertraut. Viele Erstgespräche mit Kandidaten hatten schon vor der Corona-Krise via Zoom oder Skype stattgefunden.

Corona-Management: offene und ehrliche Kommunikation

Das Arbeiten und der Kontakt sowohl intern als auch extern waren also nie ein großes Problem. Doch wie sah es mit der eigenen beruflichen Perspektive aus, während das Business Arbeitnehmerüberlassung und Personalberatung runtergefahren wurde? Niemand konnte wirklich absehen, wo all das hinführen würde. Jede Woche wurden in den Medien neue Erkenntnisse und Strategien zum Besten gegeben.

Von entscheidender Bedeutung war für die Personalisten die im Unternehmen praktizierte, offene Kommunikation. Es wurde kontinuierlich über die aktuelle Lage und die Auswirkungen auf die eigene Arbeit informiert. Jeder wusste, wo er steht und was es braucht, um die Krise gemeinsam zu bewältigen.

Dies wird auch aktuell weitergeführt. Erst in dieser Woche lud die Geschäftsleitung das gesamte Team zu einem Informations-Meeting ein. Hier wurden alle erneut zahlenmäßig und perspektivisch abgeholt. Es wurde resümiert und eine Strategie für das verbleibende Jahr geschmiedet. Anschließend hat das Team gemeinsam gegrillt und das endlich einmal wieder stattfindende, persönliche Miteinander genossen. Zwar mit Abstand, aber doch näher als die letzten Monate.

Homeoffice - auf jeden Fall ein Nice-to-have!

Ein Team braucht den persönlichen Kontakt. Doch wenngleich die Personalisten Teamwork lieben, haben einige der Kollegen die Ruhe und Effizienz im Homeoffice schätzen gelernt. Für andere war es aufgrund der persönlichen Situation während des Lockdowns eher schwierig, Raum für konzentriertes Arbeiten zu schaffen.

Niemand kann sicher einschätzen, welche Herausforderungen in nächster Zeit auf die Arbeitswelt zukommen. Vielleicht müssen wir erneut ausschließlich aus dem Homeoffice arbeiten? Oder gehen wir alle zu einem Mix aus Präsenz und Heimarbeit über? Deshalb sorgen die Personalisten jetzt mit Nachdruck vor, um zukünftig noch flexibler reagieren zu können. Die technische Ausstattung soll eine völlig ortsunabhängige Arbeit ermöglichen. Dazu werden alle Kollegen in den kommenden Wochen mit Notebooks und dem Zugang zu einer virtuellen Telefonanlage ausgestattet.

Das Positive aus Krisen herausziehen und vorausschauend arbeiten. Mit den Mitarbeitenden eine offene und ehrliche Kommunikation pflegen. Transparenz und Authentizität wahren. Das verstehen die Personalisten unter Corona-Management und sind damit bislang sehr gut gefahren. Denn so rücken Arbeitgeber und Arbeitnehmer enger zusammen, trotz räumlicher Distanz. Und so wird die Loyalität der Mitarbeitenden langfristig gestärkt.

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