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„BEWERBUNG ZUM

HEULEN?“

Timur Tuglu

Recruiting, Stellenanzeige

10 Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Das Personalisten-Prinzip: Erfolg persönlich genommen.

Als kundenorientierte Personalberatung kennen wir die Wünsche der Personalentscheider in unterschiedlichen Unternehmen sehr genau. Eines haben alle gemeinsam: Sie bevorzugen gut lesbare und gleichzeitig individuelle Bewerbungsunterlagen.

Wie soll die ideale Bewerbung also aussehen? Mit über 10000 eingehenden Bewerbungen jährlich haben wir einen sehr guten Überblick über die Qualität der Bewerbungsunterlagen für unterschiedliche Positionen in der Region Rhein-Ruhr. Unzähligen Bewerbungsratgebern zum Trotz zeigt sich über alle Hierarchieebenen hinweg tag-täglich nach wie vor ein enormes Verbesserungspotential.

Die folgenden 10 Tipps aus unserer persönlichen Praxis können Ihnen hoffentlich bei der Optimierung Ihrer Bewerbungsunterlagen auf dem Weg zum Traumjob helfen. Machen Sie den Bewerbungsmappencheck:

1 FRAU MÜLLER IST NICHT GLEICH HERR MAIER

Drücken Sie sich deutlich aus und verwenden Sie klare Positionsbezeichnungen.

Niemand wird gerne mit falschem Namen angesprochen - und dennoch passiert es täglich. Mir doch nicht, denken Sie? Besser, Sie sichern sich ab: Bevor Sie Ihre Bewerbung abschicken, achten Sie auf den Ansprechpartner - sein richtiger Name ist wichtig! Und checken Sie auch die Schreibweise. Denn schon hier kann ein Fehler schwer wiegen.

Praxistipp:

In der Regel wird bei jeder Stellenausschreibung der passende Ansprechpartner genannt. Sollte dem nicht so sein, zeigen Sie Interesse und fragen Sie nach - am besten telefonisch. Bei dieser Gelegenheit können Sie gern noch weitere Details über die Position oder das Unternehmen ermitteln. Und seien Sie dabei freundlich. So hinterlassen Sie einen guten Ersteindruck.

2 WER NÄMLICH MIT H SCHREIBT IST DÄMLICH

Achten Sie auf die korrekte Rechtschreibung und Grammatik.

Rechtschreib- und Grammatikfehler schleichen sich gern unbemerkt ein. Selbst die beste Autokorrektur hilft nicht immer. Man erwartet aber von Ihnen, dass Ihr Anschreiben fehlerfrei ist. Schließlich gehört es zu Ihrer Bewerbung – der erste Schritt zum neuen Job. Präsentieren Sie also kein fehlerhaftes Anschreiben. Nur so wirken Ihre persönlichen Stärken wie Sorgfältigkeit oder Fleiß glaubhaft.

Praxistipp:

Lesen Sie sich das Geschriebene vor dem Versenden mehrfach durch: Überprüfen Sie es Schritt für Schritt auf Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Um sicher zu gehen, lassen Sie es nochmals von einem Dritten Korrektur lesen – denn vier Augen sehen mehr als zwei.

3 BESSER MASSGESCHNEIDERT ALS MASSENWARE

Verfassen Sie ein Anschreiben, welches auf die Position zugeschnitten ist.

Ein 08/15-Anschreiben können Sie schnell erstellen. Es hat jedoch wenig Aussicht auf Erfolg. Investieren Sie lieber mehr Zeit und wählen Sie neben einer guten Struktur auch die passenden Worte – es lohnt sich. Das Anschreiben sollte maximal eine Seite lang sein und keinesfalls nur eine ausformulierte Version Ihres Lebenslaufs darstellen. Vielmehr möchte der Personaler zwischen den Zeilen lesen und mehr über Sie als Person, Ihre Stärken und beruflichen Schwerpunkte erfahren. Gehen Sie dabei explizit auf die Anforderungen der ausgeschriebenen Position sowie auf das Unternehmen ein: Wieso sind ausgerechnet Sie der beste Kandidat? Warum wollen Sie gerade zu dieser Firma? Passen Sie auch Ihren Schreibstil an: In einer modernen Werbeagentur spricht man anders als in einem konservativen Familienunternehmen. Merken Sie sich: Individualität punktet!

Praxistipp:

Vermeiden Sie schwammige Formeln, wie „ein großes, internationales Unternehmen“, „sehr bekannt für“ etc. Dieser Stil ist unpersönlich und spiegelt kein echtes Interesse wider. Bevor Sie loslegen, bereiten Sie sich also vor: Schauen Sie sich die Homepage Ihres potenziellen Arbeitgebers an, lesen Sie Artikel und Bewertungen über ihn. So können Sie anschließend genau sagen, was Sie am Unternehmen fasziniert und wieso Sie zu ihm passen. Bei Ihrer Argumentation beginnen Sie mit Ihrer aktuellen oder letzten Position, denn diese ist für den Personaler besonders interessant. Im Anschluss schreiben Sie von Ihren weiteren Fähigkeiten und Eigenschaften – geordnet nach Relevanz.

4 RUHIG MAL GRÖSSE ZEIGEN

Nennen Sie Ihre Stärken und zeigen Sie Motivation.

Sagen Sie, was Sie können – und zwar von A bis Z. Beginnen Sie Ihr Anschreiben mit einem schlagenden Satz. Er soll ein Argument enthalten, das die Aufmerksamkeit der Personaler erregt und sie davon überzeugt, auch den Rest zu lesen. Seien Sie selbstsicher und formulieren Sie keinesfalls im Konjunktiv – von Anfang bis zum Schluss. Schreiben Sie zum Beispiel nicht „Ich würde mich freuen, ...“, sondern „Ich freue mich, Sie bald persönlich kennenzulernen.“

Praxistipp:

Ersetzen Sie in Ihrem Anschreiben alle „Ich bin“- durch „Ich habe gemacht“-Aussagen und zählen Sie sachlich Ihre Stärken auf. Vergessen Sie auch nicht die in der Stellenausschreibung geforderten Informationen zum Gehaltswunsch oder frühesten Eintrittstermin zu erwähnen.

5 TECHNISCHER EINKÄUFER ODER EINKAUFENDER TECHNIKER

Drücken Sie sich deutlich aus und verwenden Sie klare Positionsbezeichnungen.

Beantworten Sie einfach die „W“-Fragewörter: Wer sind Sie? Was haben Sie bisher gemacht? Welche Funktionen und Aufgaben (ca. drei bis sieben Stück) haben Sie in welchem Unternehmen einer Branche wahrgenommen? Verschweigen Sie auch nicht das Wo und Wann. Diese Eckpunkte sind ein wichtiger Bestandteil jedes Lebenslaufs. Sie sind leicht zu merken und geben dem Personaler mit wenigen Worten viel Aufschluss über Ihre Erfahrung, Ihre Qualifikation und Ihr Wissen.

Praxistipp:

Mal ehrlich: Der Techniker, der in der Mittagspause die Brötchen für die Fünf-Mann-Belegschaft mitbringt, ist noch lange kein technischer Einkäufer. Sie sollten klar zu Ihren Stärken stehen und diese auch hervorheben – aber übertreiben Sie es nicht.

6 NICHT JEDES HOBBY ZUM BERUF MACHEN

Strukturieren Sie Ihren Lebenslauf und vermeiden Sie unnötige Angaben.

Verfallen Sie nicht ins Plaudern: Ein sauberer Lebenslauf sollte nicht länger als drei Seiten sein. Geben Sie ihm eine klare Struktur und entscheiden Sie im Zweifelsfall, ob Ihre jeweiligen Positionen, Praktika oder Nebenjobs zur gewünschten Stelle passen. Achten Sie aber bei aller „Entrümpelung“ darauf, dass keine größeren Lücken (mehr als drei Monate) entstehen – diese werfen nur unnötige Fragezeichen beim Leser auf. Ob ein Lebenslauf chronologisch oder antichronologisch nach verschiedenen Bereichen und Themen gegliedert wird, ist Geschmackssache – damit er schnell und leicht lesbar und verständlich ist, empfehlen wir eindeutig die antichronologische Gliederung, also die aktuellste Position zuoberst.

Praxistipp:

Das vierwöchige Praktikum im Einzelhandel vor Beginn des Studiums sollte der 35-jährige Konstrukteur weglassen. Stationen, die die Qualifikation stärken, sollten hingegen erwähnt werden, wie z. B. der kürzlich bestandene Englischkurs, wenn man sich auf eine international ausgerichtete Position bewirbt. Kleiner Trick zum Thema Lückenfüller: Der dreimonatige Urlaub bei der Familie in Italien klingt als „Auslandsaufenthalt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse“ doch gleich viel professioneller.

7 FORM UND GUTER STIL KOMMEN NIE AUS DER MODE

Beachten Sie beim Lebenslauf sämtliche formale Kriterien

Bei aller Struktur und Kreativität: Ihr Lebenslauf sollte sauber und formal geschrieben sein. Versuchen Sie, die für den Personaler relevanten Ereignisse informativ und übersichtlich zu staffeln. Vergessen Sie dabei nicht, einen einheitlichen und fehlerfreien Stil beizubehalten. Der Lebenslauf dient ihrem potenziellen Arbeitgeber nämlich auch als schneller Überblick, den er sich bei einem Bewerbungsgespräch noch einmal vorlegt.

Praxistipp:

Verfassen Sie Ihren Lebenslauf mit der gleichen Sorgfalt wie Ihr Anschreiben. Achten Sie darauf, dass er keine Rechtschreibfehler enthält und in einem einförmigen Stil geschrieben ist. Alle Datumsangaben sind komplett. Alle Angaben zur Person sind vollständig. Unterschreiben Sie Ihren Lebenslauf und datieren Sie ihn auf den Tag, an dem Sie Ihre Bewerbung absenden.

8 INNERE WERTE ZÄHLEN, ABER NACHHELFEN IST ERLAUBT

Kümmern Sie sich um ein aktuelles und professionelles Bewerbungsfoto.

Völlig richtig, bei einer Bewerbung kommt es auf die fachlichen Qualifikationen und die Persönlichkeit an. Aber warum sollten Sie diese nicht zusätzlich mit einem professionell gemachten Foto unterstreichen? Ein gepflegtes Erscheinungsbild und ein freundliches Lächeln wirken in aller Regel positiv auf den Betrachter. Verschenken Sie diesen Pluspunkt nicht.

Praxistipp:

Bitte recht freundlich: Lassen Sie Ihr Bewerbungsfoto von einem guten Fotografen erstellen und schauen Sie dabei nett in die Kamera – das kann sich für Sie auszahlen. Die Kleiderauswahl können Sie auf das jeweilige Unternehmen abstimmen – nur nicht zu leger sollte sie sein. Vermeiden Sie auch Übertreibungen bei Schmuck, Make-up und Posen. Die Farben Ihrer Kleidung sollten außerdem nicht zu grell ausfallen. Und last-but-not-least: Achten Sie darauf, dass das Foto nicht verpixelt ist, bevor Sie es gemeinsam mit Ihrer Bewerbung versenden.

9 WER LEGT FÜR SIE DIE HAND INS FEUER

Nutzen Sie Referenzen zur Werbung in eigener Sache.

Eine gute Möglichkeit, dem Personaler einen persönlichen Eindruck von Ihnen zu geben, ist die Nennung einer Referenz oder ein aussagekräftiges Empfehlungsschreiben Ihres letzten Vorgesetzten. In Deutschland gewinnt diese Vorgehensweise zunehmend an Bedeutung, da die Aussagekraft von Arbeitszeugnissen aus arbeitsrechtlichen Gründen immer stärker sinkt. Damit demonstrieren Sie Offenheit und zeigen, dass Sie nichts zu verbergen haben. Eine weitere Möglichkeit für Sie, sich von anderen Bewerbern abzuheben!

Praxistipp:

Geben Sie lediglich Referenzen Ihrer früheren Vorgesetzten an, nicht jedoch von ehemaligen Kollegen, Freunden oder gar Verwandten. Sie können entscheiden, ob Sie alle Referenzen gebündelt am Ende des Lebenslaufs oder als separaten Anhang anbringen oder das Ganze geschickt in Ihr Anschreiben einbauen – alles ist möglich. Nennen Sie Ihre Referenzgeber mit vollständigem Namen, Ihrer Position sowie den Kontaktdaten (nicht mit direkter Durchwahl). Um große Überraschungen zu vermeiden, vergessen Sie jedoch nicht Ihre Referenzgeber vorher darüber zu informieren.

10 ERROR: DIE DATEI KANN NICHT GEÖFFNET WERDEN

Vermeiden Sie zu viele Anhänge und ein zu großes Datenvolumen.

Moderne Technik macht es heute sehr einfach, eine Bewerbung zu versenden. Diese Einfachheit verleitet jedoch dazu, auf die Schnelle zu viel zu verschicken, was beim Empfänger oftmals gar nicht gut ankommt. Eine E-Mail, die von einer unseriösen E-Mail-Adresse gesendet wird und 23 Anhänge hat, erweckt keinen positiven ersten Eindruck. Und Sie möchten sicherlich auch nicht das Postfach des Empfängers mit einem zu großen Datenvolumen sprengen! Auch hier gilt also die Kunst, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden und diverse Anlagen und Zeugnisse übersichtlich zusammenzufassen.

Praxistipp:

Entscheiden Sie im Vorfeld, welche Dokumente wichtig sind und fassen Sie diese zu einer PDF-Datei zusammen. Auch hier gilt, dass relevante Stationen natürlich nicht fehlen dürfen, das Zertifikat des bestandenen Computerkurses von 1999 können Sie aber getrost weglassen. Ebenso andere bereits veraltete Qualifikationen oder solche, die nichts mit der Position zu tun haben, wie z.B. den erfolgreich bestandenen Mofa-Führerschein. Hängen Sie Ihrer Bewerbung maximal drei Anhänge an: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Word-, Excel- und Bilddateien sind hier ebenso fehl am Platz wie eine Phantasie-E-Mail-Adresse dieser Art: checker85@personalisten.com

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Radiointerview

Antenne Düsseldorf

Gespräch mit Thomas Wiesmann über den Bewerbungsmappencheck auf der Jobmesse Düsseldorf.

Interview hier anhören (YouTube)

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